Die Holtumer Weihnachtskrippe

Einladung zum Krippenbesuch: 24. 12. 2025 (14.00 Uhr) bis einschließlich 1. 2. 2026, täglich von 10 bis 21 Uhr

Informationen zu den Krippenfiguren und zur Geschichte der Krippe

Die Krippenfiguren

Die Krippe besteht aus einer hl. Familie, einem Gloria-Engel, drei Königen, vier Hirten, einer Hirtenfrau und einem Hirtenkind. Außerdem sind ein Ochse, ein Esel, ein Hund, ein Kamel und zahlreiche Schafe zur Krippe gehörig. Nicht zur Originalausstattung gehören das Kamel und einige kleinformatige Schafe.

Hersteller: „Werkstatt Schröder“, Recklinghausen
Material: Gipsguss
Gussformen: datiert 1893 bis 1906
Bemalung: Handarbeit
Beachtenswert ist besonders die Gestaltung der Gewänder der heiligen drei Könige.
Jahr des Erwerbs: 1922
Größe: bis zu 70 cm.
Alle Figuren sind bis heute noch vorhanden, das originale Zubehör existiert jedoch nicht mehr.

Eine Krippe für Holtum

Anfang 1921 erhielt die Holtumer Kirche die Genehmigung, das Allerheiligste in der Kirche zu beherbergen.
Diese Wertschätzung durch das Generalvikariat in Paderborn hatte zur Folge, dass es nun auch regelmäßig Gottesdienste in Holtum gab.
An Weihnachten 1921 fiel auf, dass am hochheiligsten Fest der Geburt Christi die Messe ohne eine Krippe gefeiert werden musste. Sogleich wurde beschlossen, für Weihnachten 1922 eine Krippe anzuschaffen.

237243,00 Mark für eine Kirchenkrippe?

Zur Finanzierung der Krippe wurde ein „Krippenfonds“ eingerichtet.
• Zweckgebundene Spenden und auch der Erlös der Sternsingeraktion vom Januar 1922 wurden hier eingezahlt.
• Am 8. 12. 1922 waren 5766 Mark zusammengekommen. Angesichts der seit Herbst 1922 sich beschleunigenden Geldentwertung war dies ein Betrag, der die explodierenden Kosten bei weitem nicht deckte.
Durch eine bemerkenswerte Spende eines anonymen Stifters erhöhte sich der Betrag an diesem Tag um 20000 Mark.
• In der Vorstandssitzung des Josefsvereins vom 9. 12. 1922 beschlossen die Mitglieder zur Beschaffung weiteren Geldes, bei allen Bauern im Dorf eine „Strohkollekte“ durchzuführen.
Sie erbrachte 53 Zentner und 9 Pfund Stroh im Wert von 344565 Mark, außerdem 1100 Mark in „Baar“.

Abrechnung

  • Die „Werkstatt Schröder“ in Recklinghausen erhielt für die Krippenfiguren und einen Vorhang 38000 Mark und 5 Zentner Weizen entsprechend einem Tagespreis von 75500 Mark, der aus dem Erlös der Strohkollekte finanziert wurde.
  • Herr A. Vogelsang aus Werl lieferte „Krippenmaterial“ im Wert von 67367 Mark.
  • Herr Mth. Schmidt aus Büderich stellte 55188 Mark in Rechnung für „Krippenmaterial und Arbeitslohn“.
  • An Wilhelm Krampe wurden für die elektrische Beleuchtung
    4630 Mark gezahlt.
  • Herr Stemann erhielt für den ehrenamtlichen Bau des Stalls ein Geschenk in Höhe von 2000 Mark.
  • Der Rest des Geldes löste sich im Jahr 1923 auf.
    Die hohe Spendenbereitschaft, durch die die Finanzierung gesichert war, weist darauf hin, dass für die Holtumer Bevölkerung der Besitz einer eigenen Kirchenkrippe von hoher Bedeutung war.
    Noch 1926 klingt die Erinnerung an diese bedeutende Spendenaktion nach, wenn der Schriftführer bei der Aufstellung des Kircheninventars den Besitz der „vollständigen Krippe“ mit dem Zusatz versieht: „…durch milde Gaben von den Eingesessenen“.
Zeittafel

1922 Anschaffung der Krippe
1978 Neuanschaffung einer modernen Krippe mit beweglichen Figuren durch die KJG
1979 Veräußerung der hier gezeigten alten Krippe
1982 Weiterverkauf an den Paderborner Dom und dortige Aufstellung bis 1994
1999 Rückführung der Krippe zum 100jährigen Jubiläum der Kirche nach Holtum

Holtumer Krippe im Paderborner Dom 1982 bis 1994

Newsletter werl-holtum.de

Trag dich ein, um immer auf dem Laufenden zu bleiben.

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung